Maßgeschneiderte Reaktor-Lösung
Für einen Kunden in der chemischen Industrie fertigte das österreichische Familienunternehmen Kremsmüller einen so genannten Oxidations-Reaktor. Kremsmüller übernahm bei diesem Projekt die vollständige Verantwortung für die Konstruktion des Reaktors nach Kundenvorgaben, die Fertigung am Standort Steinhaus sowie die termingerechte Lieferung und Montage vor Ort.
Gewaltige Dimensionen
Der Reaktor ist ein technisches Meisterstück. Mit einer Gesamtlänge von rund 33 Metern, einem Mantel-Durchmesser von etwa 3,8 Metern und einem Gesamtgewicht von knapp 200 Tonnen stellt er hohe Anforderungen an Konstruktion, Fertigung und Logistik.
Aufgrund seiner Dimensionen konnte der Reaktor nicht als Ganzes transportiert werden, sondern wurde in drei Teilen – einem Unterteil, einem Mittelteil und einem Oberteil – gefertigt und geliefert. Das Mittelteil, als größtes und schwerstes Segment, wurde per Schiff zum Montageort transportiert, während die beiden anderen Teile per LKW angeliefert wurden.
Präzisionsarbeit von Fachkräften
Die Fertigung des Reaktors erfolgte unter anspruchsvollen Bedingungen. In drei verschiedenen Werkshallen wurde parallel gearbeitet, wobei in der Hochphase bis zu 15 Fachkräfte teilweise im Schichtbetrieb tätig waren. Besonders herausfordernd war der präzise Zusammenbau des Reaktorbündels, das aus knapp 4 Kilometern Kühlwasserrohren besteht. Die Zugänglichkeit zu den Schweißnähten war teilweise stark eingeschränkt, was höchste Präzision und Erfahrung erforderte. Zum Einsatz kamen hochwertige Materialien: C-Stahl beim Reaktormantel und den Rohrbündeln, sowie Edelstahl beim Gasverteiler.
Umsetzung der Kundenwünsche
Die Anforderungen des Kunden waren von Beginn an sehr individuell und anspruchsvoll, was das Projekt besonders spannend machte. Da sich die genauen Spezifikationen im Laufe der Zeit weiterentwickelten, ergab sich eine intensive Engineering-Phase, die sich über knapp zwei Jahre erstreckte. In dieser Zeit wurden zahlreiche Anpassungen vorgenommen, um den Vorstellungen des Kunden bestmöglich gerecht zu werden. Dank der engen Abstimmung und der konstruktiven Zusammenarbeit gelang es dem Projektteam, flexibel auf alle Änderungen zu reagieren und gemeinsam mit dem Kunden eine maßgeschneiderte Lösung zu entwickeln, die höchsten technischen und qualitativen Ansprüchen gerecht wird.
Ein besonderes Augenmerk lag auf der Integration des neuen Reaktors in die bestehende Anlage. Die Einbindung in die bestehende Infrastruktur erforderte eine sorgfältige Planung und Abstimmung mit dem Kunden.
Projekt-Fazit
Trotz der technischen Komplexität und der langen Vorlaufzeit war das Projekt ein voller Erfolg. Besonders hervorzuheben ist die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Kunden. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie durch Flexibilität, technisches Know-how und partnerschaftliches Arbeiten auch sehr anspruchsvolle Aufgaben gemeistert werden können.
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