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Hi-tech
Hochwertige Technologie auf dem letzten Stand der Technik verbirgt sich in der Recyclinganlage.

Perfekte Symbiose

Ein russisches Zementwerk recyclet die Rückstände aus der Stahlproduktion – Kremsmüller liefert die Steuertechnologie.

Der russische Montanriese Mechel betreibt am Südural seit Jahrzehnten ein Stahlwerk und errichtet dort nun auch ein Zementwerk. Die komplette elektrotechnische Ausrüstung der Anlage wurde Kremsmüller Industrieanlagenbau anvertraut. Die beiden Werke ergänzen sich perfekt, denn die bei der Stahlproduktion entstehende Schlacke ist Grundstoff für die Zementindustrie. Und davon reichen die Vorräte bei Mechel bereits jetzt für die kommenden 100 Jahre.
 
3.300 Kilometer entfernt von Chelyabinsk, im oberösterreichischen Steinhaus bei Wels bereitet Kremsmüller die elektrotechnische Ausrüstung vor. Die 80 Schaltschränke werden mit speziellen Heizkörpern ausgestattet, damit die sensible Elektrotechnik dem sibirischen Winter standhält. Die EMSR Profis des Anlagenbau-Unternehmens liefern außerdem fünf Transformatoren für sechs Kilovolt Spannung.
 
Die Lösung für die Automatisierung stammt ebenfalls aus dem Hause Kremsmüller. Die Programme laufen auf drei Siemens S7-416 Steuerungen. Die Visualisierung der Anlage erfolgt auf vier Client-Stationen, die jeweils auf zwei Widescreen-Monitoren das Geschehen in der Anlage darstellen. Ein redundantes Serverpaar bereitet die Daten für die Anzeigen auf. Beherrscht werden müssen damit nicht nur die Fördertechnik mit den Silos, Förderbändern, Förderschnecken, Becherwerken und Abfüllsysteme. Auch die richtige Dosierung muss sichergestellt sein. Zudem muss der Volumenstrom, der Druck und die Temperatur geregelt werden. Rund 1200 Messpunkte überwachen und kontrollieren die gesamte Produktion.
 
Die Entwicklungssoftware PCS7 wurde für das Projekt um das Softwarepaket CEMAT erweitert. Dieses Paket ist speziell für die Zementindustrie konzipiert. Anforderungen wie Gruppenstarts von Förderbändern, Auswahl von Förderwegen oder visuelle Signalisierung von Antriebsmotoren können damit einfach und schnell erfüllt werden. Um die Bediengeräte verschiedener Lieferanten in die Steuerung integrieren zu können, haben Programmierer von Kremsmüller die CEMAT Bibliotheken erweitert. Die Softwareexperten des Anlagenbauers kreierten dafür eine einfache und praktikable Lösung im CEMAT-Design. Die Steuerung des Zementwerks ist dadurch besonders benutzerfreundlich.
 
Ein Team von Kremsmüller beaufsichtigt die Montage in Chelyabinsk. Die vorgefertigten Komponenten werden vor Ort über 150 Kilometer Kabel miteinander verbunden. Kabel, die in nicht weniger als 17 Kilometer Kabeltrassen durch das Zementwerk führen. Angeschlossen werden auch 380 Motoren. Das Herzstück der Anlage sind die zwei Mühlen mit 4,3 Megawatt Motoren. 440 Tonnen Zement können hier pro Stunde hergestellt werden.
Engineering
Das komplette Softwareengineering sowie die Visualisierung wurden von Kremsmüller abgewickelt.
Österreichisches Know-how
Gebündeltes Know-how aus Österreich steckt in der Anlage. das komplette Engineering und die Fertigung der Schaltschränke wurde am Kremsmüller-Hauptsitz in Steinhaus abgewickelt.