Übergabe
Für Ärzte ohne Grenzen nahmen Beate Golaschewski und Andreas Papp die Sunnybags von Kremsmüller entgegen.

Energieversorgung nonstop

Kremsmüller 4 Life half mit, dass „Ärzte ohne Grenzen“ tatsächlich grenzenlos arbeiten können.

Für ihre unabhängige, medizinische Nothilfe in Krisen und nach Katastrophen erhielt Ärzte ohne Grenzen 1999 sogar den Friedensnobelpreis. Denn seit der Gründung der Organisation in den 1970ern verfolgte die Organisation entschlossen ein Ziel: „Alle Opfer von Katastrophen, seien sie natürlichen oder politischen Ursprungs, haben ein Recht auf professionelle Hilfe – so schnell und effizient als möglich." Genau hier setzte Kremsmüller 4 Life an. Die innovativen Sunnybags eines Österreichischen Start-Up Unternehmens steigern die Flexibilität der Ärzte enorm. Diese Taschen für Satellitentelefon und Notebook versorgen die Geräte auch in den entlegensten Gegenden mit Energie aus Solarzellen.
 
Die ersten Bags werden bereits im Südsudan im Herzen Afrikas eingesetzt. Dort ist seit dem Ende des 22-jährigen Bürgerkrieges vor sechs Jahren und des Unabhängigkeitsreferendums vor und einem Jahr noch immer keine Ruhe eingekehrt. Nur wenige Menschen haben Zugang zu adäquater medizinischer Hilfe. Die Teams von Ärzte ohne Grenzen hielten heuer im Südsudan über 588.000 Konsultationen und behandelten mehr als 25.900 Patienten wegen Mangelernährung. Die schlechte Sicherheitslage schränkt dabei die Bewegungsfreiheit der Mitarbeiter erheblich ein. Umso wichtiger ist es, gut ausgerüstet zu sein. Die innovativen Sunnybags sind dabei ein entscheidender Faktor.
 
Aber auch für die europäische Sonne ist die Technologie geeignet. Hierzulande werden Geräte wie MP3-Player, Navigationssysteme oder Mobiltelefone aufgeladen. Und letztere sind zugleich der Ursprung des Projekts Sunnybag. Stefan Ponsold, der Erfinder der Taschen, ärgerte sich über die schlechte Akkuleistung seines Smartphones. Nach etlichen Stunden Löten und Nähen entwarf der damalige Student auch gleich einen Business Plan. Und der ging auf: Ende 2010 eröffnete er sein Unternehmen Sunnybag in Graz. Denn der Jungunternehmer glaubt „an eine Zukunft der mobilen, intelligenten und umweltbewussten Energieversorgung."
 
Innovative Sozialprojekte können sich um eine Projektförderung des „Kremsmüller 4 Life“ Programmes bewerben. Mehr dazu unter www.kremsmueller.at/mitmachen.
Sozialprojekt
Erleichterung bringen die Sunnybags bereits bei Entwicklungsprojekten im Südsudan.