Dünnschichttrockner (DST)
Dünnschichttrockner (DST) Dünnschichttrockner (DST) Dünnschichttrockner (DST)

Dünnschichttrockner (DST)

Dünnschichttrockner gehören in die Kategorie der sogenannten Kontakttrockner und werden hauptsächlich für einen kontinuierlichen Betrieb in horizontaler oder vertikaler Bauform eingesetzt. Der Arbeitsbereich liegt, den Anwendungen entsprechend, im Vakuum, im Normaldruck- oder Überdruckbereich. Beim DST wird lediglich der Mantel beheizt, welcher in den meisten Anwendungsfällen als doppelwandiger Zylinder ausgeführt ist. Als Heizmedien kommen Dampf oder handelsübliche Thermoöle zum Einsatz. In speziellen Anwendungsfällen, z.B. bei Reaktionstemperaturen bis zu 500 °C, werden auch Salzschmelzen oder eine elektrische Beheizung (einfacher Mantel) eingesetzt.

Der im Mantel laufende Rotor, mit aufgesetzten Wisch- und Förderelementen, sorgt einerseits für die notwendige Turbulenz im Trocknungsraum und andererseits für eine gleichmäßige Verteilung des Materials über die beheizte innere Mantelfläche. Zusätzlich wird das zu trocknende Gut sukzessive Richtung Feed-Austrag gefördert, und die anfallenden Brüden im Gegenstrom, in der Nähe am Feed-Eintrag, nach oben abgeführt. Die Wisch- und Förderelemente werden, je nach Ausgangsmaterial, im geringstmöglichen Spaltabstand zum Mantel angeordnet und berühren diesen nicht. Die relativ hohen Umdrehungsgeschwindigkeiten von bis zu 10 m/s am Ende des Wischerelements wirken einem Verkrusten der Mantelfläche entgegen. Für Wartungs- und Reinigungszwecke kann der Rotor nach Stillstand des Trockners mittels Ausfahrwagen aus dem Trocknermantel gezogen werden.

Der DST hat ein sehr breites Einsatzspektrum. Beginnend mit einer Teiltrocknung von wenigen Zehntel-%, bis hin zur Volltrocknung auf ca. 99% Trockensubstanz kann, abgestimmt auf den Anwendungsfall, exakt getrocknet werden. Die sogenannte Leimphase bzw. Slurry-Zone wird problemlos ohne aufwendige Produkt-Rückführung durchfahren.

Außerdem zeichnet sich das Verfahren durch geringe Emissionen (Geruch, Staub und Lärm) aus und überzeugt durch kompakte Bauweise und geringen Wartungs- und Platzbedarf.

Neben dem Trocken kann das Verfahren auch zum Schmelzen, Kühlen, Heizen und Mischen eingesetzt werden.

Die Verfügbarkeit liegt bei bis zu 8200 Betriebsstunden pro Jahr.

Im Zuge weitergehender Umweltanforderung Richtung „zero liquid discharge“ (ZLD) sind immer höhere Anforderungen an die Prozesstemperatur notwendig. Kremsmüller ist in der Lage für Schlammaufbereitung bei horizontalen DST 500°C und mehr zu realisieren.

Einsatzgebiete:

  • alle Arten von Schlämmen (Klärschlämme, Bohrschlämme, Industrieschlämme u.ä.)
  • Umwelttechnik
  • Vor und Zwischenprodukte für die Chemische Industrie
  • anorganische Salzlösungen
  • Suspensionen und Pasten
  • Lezithin
  • Faser-/ Zellstoff-, Getränke-/Nahrungsmittel-; Zucker- und Stärkeindustrie; milchverarbeitende Industrie Fettsäureindustrie;
  • Petrochemie; Polymere
  • Spezialchemie für Lösemittelrückgewinnung aus Salzlösungen